Berichte von 05/2017

Windsor Castle 🏰

29Mai2017

Hiya, diesmal hört ihr an einem untypischen Tag von mir, denn diese Woche verläuft etwas anderst als sonst. Bea und Angus haben nämlich ihre "Halfterm-Break" und Schulfrei. Da meine Gastmutter sich jedoch Urlaub genommen hat, bin ich seit Sonntag mit Anabel, Charo und Sandra auf unserem lang geplanten Städtetrip nach Manchester, York und Edinburgh. Was wir dort alles erlebt haben, berichte ich euch aber erst, nachdem wir am Donnerstagabend wieder zurückkommen sind 😊

Gerade sitzen wir jedoch im Zug von York zurück nach Manchester und die Fahrt bringt etwas Zeit zum Schreiben mit sich.

Unbedingt erzählen muss ich euch von unserem Ausflug zum "Windsor Castle" am Samstag. Es war wirklich atemberaubend! Leider durfte man im Schloss selbst keine Bilder machen, aber ich kann euch versichern, dass die königlichen Räume beeindruckend waren. Kein Wunder, die Queen höchstpersönlich verbringt auf dem Windsor Castle etliche Wochenenden, da es seit Jahrhunderten im Besitz der "Royal Familiy" ist. 

Auf den folgenden Bildern könnt ihr die Schlossanlage von außen mit den "Royal Guards" sehen 💂🏼

Desweiteren war der Freitag ein wunderschöner Tag. Bei bis zu 30 Grad konnte wir wirklich die ganze Zeit am Strand verbringen, wäre da nicht der Sonnenbrand gewesen... Abends holten wir uns noch eine Pizza bei der besten Pizzeria in Brighton und ließen damit den Tag, der sich wie ein Urlaubstag in Italien angefühlt hat, ausklingen 🍕

 

BBQ on the beach 🌊

23Mai2017

Nachdem ich in der letzten Woche des Öfteren neidisch auf die knappen 30 Grad in Deutschland gucken musste, während ich natürlich einige Male komplett durchnässt nach Hause gekommen bin (das Wetter ist zurzeit ja so unberechenbar), konnten wir das Wochenende schließlich auch bei Sonnenschein genießen ☀️

In den Samstag schlufen Charo, Sandra und ich nach einer wirklich turbulenten Freitagnacht bei mir zu Hause aber zunächst lange rein und gingen gemütlich brunchen. "Salvage" ist in Sachen Frühstück dabei eindeutig zu unserem Stammlokal geworden.

Anschließend beschlossen wir "Open Houses" zu besichtigen. Im Rahmen des Brighton Festivals, das diesen Monat stattfindet, stellen Künstler nämlich jedes Wochenende ihre Werke bei sich zu Hause aus und öffnen ihre Türen. Wer Lust hat kann darum einfach in die gekennzeichneten Häuser spazieren und sich der Kunst widmen. Von Töpferei, Gemälden und Deko bis hin zu selbstgemachtem Schmuck ist alles dabei. Ich persönlich fand die Möglichkeit in verschiedene englische Häuser zu gehen an sich aber auch sehr interessant, da man teils einen ziemlich intimen Einblick in das englische Leben bekam. So ging der Nachmittag sehr schnell vorbei, abends babysittete ich und ging dann auch bald schlafen, da am nächsten Morgen Tennis anstand. Bisher bin ich fast jedes Wochenende in das Training gegangen und mit der bunten Gruppe die wir sind macht es echt Spaß.

Außerdem stand am Sonntag das Highlight des Wochenendes an. Wir schafften es endlich ein Barbecue am Strand zu machen und für das erste Mal war es ziemlich gut. Zwar mussten wir Kohle von unseren Beach-Nachbarn borgen, die im Gegensatz zu uns auch mit einem Kugelgrill anstelle eines Einweggrills ankamen, damit unser Feuer wieder anging. Zuvor hatten wir es nämlich leider mit Auberginen gelöscht, die ungesalzen auf dem Grill erstaunlicherweise sehr viel Wasser abgaben. Mit der neuen Kohle konnte es dann wieder weitergehen und verhungern konnte man wegen der Menge an Beilagen und Desserts währenddessen auf jeden Fall auch nicht. Alles in Allem verbrachten wir einen sehr schönen Nachmittag am Strand und machten uns erst gegen 8 Uhr wieder auf den Weg nach Hause 😊

 

Greenwich 🌍

17Mai2017

"Spring has sprung!". Diesen Satz sieht man zurzeit überall geschrieben und es stimmt, der Frühling ist jetzt endlich da und man kann es draußen gut aushalten. Am Sonntag konnten wir das gute Wetter bereits in "Greenwich", einem Stadtteil von London, ausnutzen. Unsere Agentur hatte nämlich für sämtliche Aupairs einen Bootstrip nach Greenwich organisiert. Früh morgens machten wir uns daher auf den Weg zum Treffpunkt, wo dann mit der Zeit sehr viele Aupairs zusammenkamen und die Fahrt beginnen konnte đŸ™ˆ 

Eine halbe Stunde dauerte es etwa, bis wir Greenwich erreichten und in der wir London mal aus einer anderen Perspektive sahen. Angekommen hatten wir vor dem gemeinsamen Picknick im Park etwas Zeit die Stadt zu erkunden. Wir gingen zum "Greenwich Market", wo man sich mal wieder an allem möglichen Streetfood sattsehen konnte... Auf dem ersten Bild seht ihr außerdem noch den "Cutty Sark", das berühmte Segelschiff, das bereits vor hunderten Jahren den Engländer ihren geliebten Tee lieferte.

Nach dem Picknick liefen wir einen Berg hinauf, von dem aus man eine wunderschöne Sicht auf London hatte. Desweiteren befanden sich dort das "Royal Observatoy", das die Weltzeit (die Grennwich Mean Time) festhält und der "Nullmeridian". Der Nullmeridian ist die senkrechte Linie um die Erde herum, die die Kugel in Westen und Osten trennt. Ich musste natürlich unbedingt ein Foto machen und auf dem Bild stehe ich quasi mit einem Fuß auf der Westhalbkugel und mit dem anderen auf der Osthalbkugel 😊

Als wir gegen fünf wieder in London ankamen, entschieden wir uns sogar noch etwas länger zu bleiben, da das Wetter so schön war und ließen den gelungenen Tag unter dem London Eye ausklingen 🌅

Cricket 🏏

10Mai2017

Am vergangenen Wochenende haben ein paar Mädels und ich uns getroffen, um ein "Cricket-Spiel" anzugucken. Cricket ist in England nämlich eine der Nationalsportarten und darum trafen wir uns auch hochmotiviert und voller Elan am Sonntagmorgen. Mit einem Picknick und Fahnen ausgestattet suchten wir unserer Plätze und warteten gespannt bis es losging. Während sich das Stadium langsam füllte, beobachteten wir die Zuschauer. Dabei fiel uns auf, dass der durchschnittliche Cricket Fan wohl eher ein Mann Mitte 50 ist, der den ganzen Sonntag Zeit hat. Letzteres ist sehr wichtig, denn das unsrige Spiel dauerte rund 7h. Wir jedoch haben das Spiel nicht zu Ende geschaut, da es zugegebenermaßen recht langweilig war. Vergleichbar ist Cricket mit Baseball: Es gibt zwei Mannschaften und Ziel des Spiels ist es, den Ball mit dem Cricketschläger soweit wir möglich zu schlagen, dass das gegnerische Team ihn nicht fangen kann und man selbst Punkte (Runs) erzielt. Bei unserer Spielversion hatte erst die eine Mannschaft 500 Schläge und dann die andere. Bei einem anderen Cup dauern Spiele sogar bis über fünf Tage. Das mag ich mir gar nicht vorstellen! Aber nichts desto trotz war es wieder einmal eine super Erfahrung. Außerdem durften wir uns in der Pause selbst mal versuchen und ich muss sagen, wenn man selbst spielt ist es gar nicht mal so blöd 😎

Den Samstag verbrachten wir mal wieder in London. Unser Ziel war vorallem der wohlhabende Stadtteil "Notting Hill". Ich habe den gleichnamigen Film zwar noch nicht gesehen, aber vor dem Buchladen in dem sich Julia Roberts und Hugh Grant im Film das erste Mal treffen, musste ich dann doch auch ein Bild machen. Die ganze Hauptstraße entlang war außerdem ein Markt aufgebaut, durch den wir gebummelt sind und unser Rückweg führte uns durch glamuröse Straßen 😊

Anschließend gingen wir in die "Winkelgasse von London", die sich im "Leadenhall Market" befindet. Dort wurden unter anderem die ersten Winkelgassen-Szenen von Harry Potter gedreht und ein magisches Feeling kam bei der bezaubernden Halle auf jeden Fall auf.

Diese Woche haben wir bereits Sandra's Geburtstag gefeiert und konnten heute doch endlich mal bei blauem Himmel und Sonne am Strand sitzen, herrlich â˜€ď¸

Cambridge 📌

04Mai2017

"Könnte ich doch nur auch in Cambridge studieren...", das war ein Gedanken, der uns allen dieses Wochenende bestimmt einige Male durch den Kopf gegangen ist, als wir durch die Colleges von Cambridge schlenderten. Zwischen den gotischen Bauten, Kapellen und Bibliotheken herrscht auch einfach eine besondere Atmosphäre. Aber seht nun selbst...

Nach einer dreistündigen Zugfahrt kamen wir am Sonntagmittag in Cambridge an und der erste Eindruck war wie auch schon in Oxford beeindruckend, obwohl ich sagen muss, dass mir Cambridge im direkten Vergleich besser gefallen hat. Nicht alle Gebäude sind aus dem gleichen Sandstein wie in Oxford gemacht und die Stadt wirkte gemütlicher und kleiner. Und auch der Fluss durch Cambridge lockert alles etwas auf.

Am Nachmittag probierten wir auch gleich das sogenannte "Punting" aus, was voll Spaß machte. In kleinen Holzboten wird man dabei von einem "Gondelier" über den Fluss "Cam" gepuntet(?). Dabei stößt man sich immer mit einer langen Stange vom Boden ab und kommt somit vorwärts. Während der Tour erzählte unser Gondelier gleichzeitig etwas über die Stadt. Wir fuhren zum Beispiel unter der "Bridge of Sighs" hindurch, die eine der vielen Nachahmnungen der berühmten Rialto Brücke in Venedig ist, und der "Mathematical Bridge", die sich auf Grund der durchdachten Konstruktion ganz ohne Schrauben selbst stützt.

Wir trafen außerdem auf zwei von Charo's Freunden, die Aupairs in London sind und das lange Wochenende ebenfalls in Cambridge verbrachten. Zusammen gingen wir nach einem Spaziergang zum Pizzaessen und ließen den Abend am Ufer des Flusses ausklingen. Dank dem "Uber Taxi" konnten wir außerdem unser Hostel auf der Countryside spät abends auch noch erreichen.

Am Montag machten wir eine zweistündige Stadtführung mit, die wirklich sehr gut war. Geleitet wurde sie von einer ehemaligen Studentin. Mit vielen  lustigen und interessanten Anekdoten zeigte sie uns die wichtigsten Gebäude Cambridges und erzählte mehr über die jeweilige Geschichten. 

Dazu gehört auf jeden Fall das "King's College" (links) mit der dazugehörigen Kapelle, die die zweitgrößte der Welt ist (rechts).

 

Das weiße Gebäude neben der King's Chapell soll außerdem eine Vorlage für das weiße Haus in Amerika gewesen sein. Darüber lässt sich aber streiten... Rechts seht ihr noch das Tor des "Trinity College", das das reicheste und mit rund 1.000 Studenten und 160 Lehrern  auch das größte College der Stadt ist.

Des weiteren erfuhren wir, dass viele berühmte Personen einst in Cambridge studiert haben. Zum Beispiel Charles Darwin, Stephen Hawkings und Prinz Charles, letzterer sei immer mit einem privaten Helikopter zur Uni gebracht worden sein.  

Zum Abschluss genossen wir schließlich noch die wunderschöne Aussicht über Cambridge und machten uns nach zwei sehr schönen Tagen wieder auf den Heimweg nach Brighton.