Berichte von 06/2017

Royal Pavillion 🕌

28Juni2017

Am Wochenende war es endlich soweit, wir sind in den "Royal Pavillion" in Brighton gegangen! Unfassbar, der Pavillion ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten in Brighton, doch trotzdem hatten wir ihn bisher nur von außen gesehen. Drinnen durfte man leider auch hier keine Bilder machen, aber ihr müsst es euch wie einen chinesischen Palast vorstellen. Ja, es war wirklich kein Vergleich zu den sonst so englischen und gesitteten Palästen, vor 200 Jahre ließ der damalige Prinz von Wales den Pavillion nämlich auch eher als Lustschloss errichten. Inspierieren ließ er sich dabei von indischen Palästen und der chinesischen Inneneinrichtung. Es war wirklich beeindruckend durch die Räume zu gehen. Man fühlte sich eher wie in China, nicht wie mitten in Brighton.

Letzten Mittwoch haben wir außerdem "Stand up padlling" ausprobiert, was total Spaß machte. Dabei steht man (eigentlich) auf einer Art Surfboard und versucht mit einem Paddel voranzukommen. Allerdings war es gar nicht so einfach wie gedacht, denn auf dem Board merkten wir jede kleinste Welle. Nach etlichen Versuchen standen wir aber alle einmal einigermaßen sicher auf unseren Boards und konnten vom Meer aus eine wunderschöne Sicht genießen, die außerdem eh viel schöner im Sitzen war. Alles in Allem war es ein richtig super Tag, an den wir auch noch lange wegen unseres Muskelkaters erinnert wurden 😊 

Besuch über Besuch 📷

22Juni2017

Zwei richtig schöne und ausgefüllte Wochen gehen gerade zu Ende. Höchste Zeit euch mal wieder auf das Laufende zu bringen 😊

Und zwar war Daniela wie gesagt vorletztes Wochenende zu Besuch da und wir verbrachten drei sehr schöne Tage zusammen. Den Freitag zunächst in London, wo wir auf die Ausichtsplatform des "Tate Moderns" gingen, zum "Camden Market" und zur "Tower Bridge". Abends fuhren wir dann zurück nach Brighton und Daniela durfte bei mir schlafen. Das traf sich super gut, denn somit hatten wir noch mehr Zeit zusammen und konnten die gut nutzen. Am Samstag gingen wir zum "Beachy Head" (oben) und verbrachten den Sommerabend am Strand. Sonntags stand dann noch ein Stadtbummel mit "Scones-Essen" an und wir hatten sogar noch ein gemeinsames Dinner mit meiner Gastfamilie. Die Tage waren richtig super, gingen aber so schnell vorbei und am Montagmorgen wachte ich schon wieder allein in meinem Zimmer auf.

Zum Glück ließ der nächste Besuch nicht lange auf sich warten! 😊

 

Letztes Wochenende fand in Brighton quasi die "Schoppernau-Hütte 2.0" statt. Anabel und Nina besuchten mich nämlich mit ihren Eltern.

Ich kann euch sagen, es war kein Zuckerschlecken. Es wurden Berge erklommen, Rekorde aufgestellt und sehr viel geschwitzt bei Temperaturen um die 28 Grad. Das leckere Essen und eine Shoppingtour durften im Programm aber natürlich auch nicht fehlen und so verging letztes Wochenende mit der Reisegruppe "Schaftreffen" ebenfalls wie im Flug 🐑

Es war richtig schön, mal wieder etwas aus der Heimat mitbekommen zu haben und ich freue mich jetzt noch mehr auf zu Hause, wenn ich Alle wieder in direkter Nähe habe 😊

Desweitern hat uns am Montag bereits das erste Aupair verlassen und ist zurück nach Deutschland. Woche für Woche folgt nun immer wieder jemand und einem wird so richtig bewusst, dass das Jahr bald zu Ende ist. Auch hatte meine Gastfamilie bereits ein erstes Skype-Interview mit einer potentiellen Nachfolgerin.

Für mich selbst, ist das Abschiednehmen von Brighton aber verhältnismäßig in weiter Ferne, da ich wirklich eine der Letzten bin, die erst Anfang August nach Hause fliegt. Von daher genieße ich jetzt noch meine verbleibenden Wochen, vorallem jetzt, wo das Wetter richtig gut ist und man ewig am Strand verbringen könnte. Am Sonntag gingen wir auch zum ersten Mal in diesem Jahr ins Meer 👙

Unten seht ihr noch unsere deutsche Aupair-Gruppe. Wir mussten uns beim Treffen am Sonntag wirklich in den Schatten flüchten und den Strand den Massen an Touris überlassen, die an den Wochenenden nun Brighton besiedeln. 

Shawn Mendes 🎙

09Juni2017

Mit dem VIERTEN Blogeintrag dieser Woche verabschiede ich mich jetzt ins Wochenende. Davor muss ich euch aber noch von meinem ersten richtigen Konzert letzten Freitag berichten. Vor langer Zeit haben wir uns nämlich Karten für "Shawn Mendes" gekauft und letzte Woche war es endlich soweit. Wir hatten zwar schon ein bisschen Bammel vor der großen Menschenmenge. Doch die Sichherheitsmaßnahmen wurden verdoppelt und es ist zum Glück alles gut gelaufen. Das Konzert an sich war mega cool! Es hat richtig Spaß gemacht und das Feeling in der riesigen O2-Arena war einfach WOW 🕺

Ich muss außerdem sagen, dass ich zuvor eigentlich gar kein wirklicher Fan von Shawn Mendes war, doch nun bin ich es 😊

Ich wünsche euch nun ein schönes Wochenende! Ich mache mich jetzt gleich auf den Weg nach London und hole dort Daniela ab, die mich über das Wochenende besuchen kommt 😍

Edinburgh (3/3)

08Juni2017

Edinburgh stellte sich als absolutes Highlight unserer Reise heraus. Die Stadt ist so schön und wurde während der Tage sogar zu einer meiner Lieblingsstädten. Aber seht selbst!

Die Innenstadt besteht eigentlich hauptsächlich aus einer Straße, der "Royal Mile", die das Schloss im Westen mit dem "Holyrood Palace" im Osten verbindet. Auf der Straße könnte man einfach ewig entlanglaufen und sich von der alten Architektur beeindrucken lassen und die zahlreichen Straßenkünstler und Dudelsackspieler bestaunen. In das hochoben liegende Schloss sind wir nícht reingegangen, aber dafür in den Holyrood Palace, einem weiteren Feriensitz der Queen. Leider durfte man dort auch keine Fotos machen, aber es war schon wie das Windsor Castle sehr prunkvoll. Desweiteren liefen wir durch den Schlosspark und ärgerten uns ein bisschen, dass wir schon wieder die Queen verpasst haben, geschweige denn ihre Gartenparty die einmal jährlich dort stattfindet 😞

Eine weitere tolle Straße ist die "Victoria Street" (rechts), ebenfalls eine Vorlage der Winkelgasse, wie man meiner Meinung nach durch die bunten und unverwechselbaren Läden deutlich erkennen kann. Dass die Autorin von Harry Potter sich in Edinburgh inspieren ließ, sieht man nicht nur an dieser Straße. Während unserer Führung durch die Stadt kamen wir außerdem an dem Café vorbei, wo J.K. Rowling das erste Buch schrieb (links unten) und "Voldemorts Grab". Wir konnten es fast nicht glauben, aber es stand wirklich "Thomas Ridell" auf dem Grabstein!

Nach der kleinen Stadtführung am Mittwochmorgen bestiegen wir anschließend den Berg "Arthurs Seat". Der Arthurs Seat ist ein altes Überbleibsel eines Vulkans, nahe des Zentrums von Edinburgh. Von oben hat man eine wunderschöne Sicht auf die Stadt und das Meer. Wir hatten außerdem einen richtig sonnigen Tag erwischt und machten nahe des Gipfels sogar noch ein gemütliches Picknick, hätten sich nicht irgendwann unsere Blasen bemerkbar gemacht und wir fluchtartig den Abstieg antreten mussten 😅

An unserem letzten gemeinsamen Abend ließen wir es uns dann natürlich auch nicht entgehen, das schottische Nationalgetränk, den Whisky, zu probieren. Ein Pub wurde schnell gefunden, nur überforderte uns die Anzahl an verschiedenen Whiskys etwas und im Nachhinhein hatten wir wahrscheinlich wirklich den ekligsten rausgesucht... Oder schmecken die alle so eklig?

Am nächsten Morgen genossen wir noch einmal das leckere und speziell für uns gemachte Frühstück unserer Gastgeberin. Verbracht haben wir die zwei Nächte nämlich in einem total netten Ferienhaus, mit einer noch netteren Gastmutter, die sogar extra "German Sausages" für uns machte 😊

Auch machten wir einen Spaziergang zum SANDStrand, der nicht weit entfernt war und gingen anschließend zu unserem bereits letzten Programmpunkt, der "Camera Obscura".

Die Camera Obscura ist ein interaktives Museum mit vielen optischen Täuschungen und Illusionen. Das verrückteste war ein Tunnel, an dessen Wand sich ein Muster drehte. Durch den Tunnel gab es eine Brücke, auf der man zum anderen Ende laufen musste. Hört sich eigentlich ganz einfach an, doch es war fast unmöglich. Durch die sich ständig drehende Wand, hatte man nämlich das Gefühl, dass man gleich runterfällt und man hang auf dem Weg immer wieder automatisch an der Reling, mit dem Gefühl gleich runterzufiegen 🙈

Unter Anderem gab es eine Wärmebildkamera, ein verspiegeltes Labyrinth und einen Raum, der uns viel kleiner bzw. größer erscheinen ließ... Camera Obscura wird das Museum aber deswegen genannt, weil sich im obersten Stock eine Art bewegliche Lochkamera befindet, die Ausschnitte der Stadt projeziert. So hatten wir dort auch nochmal eine etwas andere Sicht über Edinburgh.

Gegen 19 Uhr saßen wir am Donnerstagabend dann im Flugzeug zurück nach Brighton. Den Kopf voller schöner Erinnerungen, die wir auf jeden Fall so schnell nicht vergessen werden. Als Highlight flogen wir sogar noch über Brighton und wir waren alle ganz aus dem Häuschen über die Sicht von oben auf unser "zu Hause" ✈️

York (2/3)

07Juni2017

Auf Empfehlung unseres Sprachschullehrers machten wir am Montag einen Ausflug nach York, einer kleinen Stadt etwa zwei Stunden von Manchester entfernt. Wir hatten von der Stadt zuvor noch nie gehört, waren aber vor Ort echt angetan. York ist eine mittelalterliche Stadt, etwa so groß wie Brighton und hat in der Stadtmitte viele kleine verwinkelte Sträßchen. Darunter "The Shambles", wo noch Häuser aus dem 14. Jahrhundert stehen. Wir schlenderten dort durch etliche Läden und es herrschte eine fast mystische Atmosphäre.

Wir liefen außerdem zum Münster (links), zur Stadtburg und ein Stück um die Stadt auf der noch vorhandenen Stadtmauer.

Leider hatten wir nicht so viel Glück mit dem Wetter (das sollte sich aber in Edinburgh ändern) und es fing schnell an zu Regnen. Darum machten wir uns bald darauf auf den Rückweg, doch alles in allem war es ein schöner Tagesausflug. York ist eine interessante Stadt, sofern man jedoch (wie so oft in England) Burgen, Kirchen und alte Gebäude mag 😄

Manchester (1/3)

06Juni2017

Am Sonntag startete unser Städtetrip mit erstem Halt in Manchester. Nach der etwa vierstündigen Fahrt kamen wir gegen Mittag an und begannen auch bald mit der Stadterkundung, da ein strenges Programm und vollbepackte Tage vor uns lagen. Nichts von wegen Urlaub... 😓

Zunächst verschafften wir uns einen Überlick von Manchester und liefen zur "Town Hall"  sowie zur "Cathedral" (links). Dabei fielen uns sofort die zahlreichen Abzeichen von Bienen auf dem Boden, den Mülleimern oder den Blumenkästen auf. Laut Google wurde diese (Arbeiter)Biene während der industriellen Revolution zum Wappentier der Stadt gemacht, da Manchester ein Hauptsstandort vieler Textilfabriken war. Sie wurde quasi als Zeichen des Arbeitseifers angesehen.

Die Geschichte Manchesters spiegelt sich in den Gebäuden auch sehr deutlich wieder und man kann sich beim Anblick all der alten Fabriken gut 300 Jahre zurückversetzen.

Heute ist die Biene vielmehr ein Zeichen für Solidarität und Zusammenhalt. Darum lassen sich auch sehr viele Menschen nach dem Anschlag auf das Konzert vor zwei Wochen eine Biene tätowieren. Dass der Terroranschlag desweiteren noch sehr präsent ist, fiel uns ebenfalls schnell auf. An jeder Ecke standen Polizisten, es gab extra Kontrollen und ein Teil der Stadt war sogar noch abgesperrt. Unglücklicerweise befand sich dort das "National Museum of Football", auf das wir dann verzichten mussten(rechts). Wir gingen an einem Abend außerdem zum St Anns Square, wo Blumen, Briefe und Luftballons für die Opfer niedergelegt worden sind. Die Atmosphäre dort war wirklich überwältigend und obwohl wir zu den Leuten und der Stadt keinen richtigen Bezug hat, war uns wirklich zum Weinen zumute.

Als nächstes besichtigten wir die "John Rylands Library", die mit ihrem alten Baustil und der antiken Einrichtung eindrucksvoll und echt sehenswert war. Den Afternoon-Tea hatten wir anschließend in einem Café, dass dem Alice im Wunderland Film entsprungen ist. Im fabelhaften Stil der Einrichtung genoßen wir Scones, Kuchen, Tee und Kaffee ☕️

Danach schlenderten wir durch die "Gay Village", was eine total interessante Erfahrung war. Die Stimmung dort war echt super und ausgelassen. Genauso wie im ältesten Pub Manchesters (rechts) 🍻

Die Zeit in Manchester verging richtig schnell, aber nach dem knappen Tag hatten wir trotzdem bereits das Wesentliche gesehen. Einmal dort gewesen erscheint mir die Stadt an sich gar nicht mehr so groß und unnahbar, wie ich immer dachte. Mit vielen Erinnerungen und Erfahrungen, darunter das komische Gefühl ein totaler Ausländer in Chinatown beim Essen zu sein, das Ibis-Frühstück und das Spiel "Möpse-Mopsen", ging unsere Reise schließlich weiter 😊