Manchester (1/3)

06Juni2017

Am Sonntag startete unser Städtetrip mit erstem Halt in Manchester. Nach der etwa vierstündigen Fahrt kamen wir gegen Mittag an und begannen auch bald mit der Stadterkundung, da ein strenges Programm und vollbepackte Tage vor uns lagen. Nichts von wegen Urlaub... 😓

Zunächst verschafften wir uns einen Überlick von Manchester und liefen zur "Town Hall"  sowie zur "Cathedral" (links). Dabei fielen uns sofort die zahlreichen Abzeichen von Bienen auf dem Boden, den Mülleimern oder den Blumenkästen auf. Laut Google wurde diese (Arbeiter)Biene während der industriellen Revolution zum Wappentier der Stadt gemacht, da Manchester ein Hauptsstandort vieler Textilfabriken war. Sie wurde quasi als Zeichen des Arbeitseifers angesehen.

Die Geschichte Manchesters spiegelt sich in den Gebäuden auch sehr deutlich wieder und man kann sich beim Anblick all der alten Fabriken gut 300 Jahre zurückversetzen.

Heute ist die Biene vielmehr ein Zeichen für Solidarität und Zusammenhalt. Darum lassen sich auch sehr viele Menschen nach dem Anschlag auf das Konzert vor zwei Wochen eine Biene tätowieren. Dass der Terroranschlag desweiteren noch sehr präsent ist, fiel uns ebenfalls schnell auf. An jeder Ecke standen Polizisten, es gab extra Kontrollen und ein Teil der Stadt war sogar noch abgesperrt. Unglücklicerweise befand sich dort das "National Museum of Football", auf das wir dann verzichten mussten(rechts). Wir gingen an einem Abend außerdem zum St Anns Square, wo Blumen, Briefe und Luftballons für die Opfer niedergelegt worden sind. Die Atmosphäre dort war wirklich überwältigend und obwohl wir zu den Leuten und der Stadt keinen richtigen Bezug hat, war uns wirklich zum Weinen zumute.

Als nächstes besichtigten wir die "John Rylands Library", die mit ihrem alten Baustil und der antiken Einrichtung eindrucksvoll und echt sehenswert war. Den Afternoon-Tea hatten wir anschließend in einem Café, dass dem Alice im Wunderland Film entsprungen ist. Im fabelhaften Stil der Einrichtung genoßen wir Scones, Kuchen, Tee und Kaffee ☕️

Danach schlenderten wir durch die "Gay Village", was eine total interessante Erfahrung war. Die Stimmung dort war echt super und ausgelassen. Genauso wie im ältesten Pub Manchesters (rechts) 🍻

Die Zeit in Manchester verging richtig schnell, aber nach dem knappen Tag hatten wir trotzdem bereits das Wesentliche gesehen. Einmal dort gewesen erscheint mir die Stadt an sich gar nicht mehr so groß und unnahbar, wie ich immer dachte. Mit vielen Erinnerungen und Erfahrungen, darunter das komische Gefühl ein totaler Ausländer in Chinatown beim Essen zu sein, das Ibis-Frühstück und das Spiel "Möpse-Mopsen", ging unsere Reise schließlich weiter 😊