Wales 🛤

20April2017

                             

So wurden wir am Freitagnachmittag begrüßt, als wir in Cardiff, der Hauptstadt von Wales, ankamen. Unsere Verwirrung war zunächst sehr groß. Wo sind wir denn gelandet? Was soll das für eine Sprache sein? 

Wie sich dann bald herausstellte war das Walisisch. Natürlich wussten wir, dass man in Wales zusätzlich zu Englisch auch noch Walisisch spricht, aber dass dies so anderst ist, hätten wir nicht gedacht. Zum Glück stand aber überall an zweiter Stelle die englische Übersetzung. Nach unseren Recherchen spricht auch nur etwa 20% der Bevölkerung heutzutage noch Walisisch. Doch erstaunlicherweise ist die Sprache trotzdem noch so präsent in der Öffentlichkeit. In den Schulen wurde Walisisch in den letzten Jahren außerdem wieder als verpflichtendes Fach eigeführt, damit die Sprache nicht ausstirbt.

Nachdem wir anschließend den Weg zu unserem gemütlichen Gasthaus für die nächsten vier Tage gefunden hatten und unsere Taschen abgelegt hatten, machten wir uns zu einer Besichtigung des "Cardiff Castle" auf. Obwohl wir in England schon etliche Schlösser und Burgen gesehen haben, war es diesmal etwas besonderes. Mit einem Audioguide ausgerüstet bekamen wir einen Einblick in das Leben von früher. Wir waren außerdem in Cardiff's prunkvollsten Raum, wo heute noch Politiker aus aller Welt empfangen werden (unter anderem Angela Merkel) und hatten einen Ausblick vom Wachturm auf ganz Cardiff 😊

Anschließend liefen wir an der "Animal Wall" entlang, die einem König gewidmet wurde, der sich eigentlich einen Zoo in seinem Burggarten wünschte. Die Tiere auf der Mauer sahen wirklich erschreckend echt aus.

An unserem ersten Abend machten wir uns zum Abendessen auf den Weg zur "Cardiff Bay", der Bucht bzw. dem Hafen von Cardiff, wo es viele Restaurants gibt und auch das "Milleniumcenter" steht.

Am Samstag machten wir mit Zug und Bus einen Ausflug nach Swansea, einem kleinen Örtchen ca. eine Stunde von Cardiff entfernt. Dort gab es zum ersten Mal richtigen Sandstrand, den wir doch in Brighton so vermissen!

Da gerade Ebbe war, konnten wir eine kleine "Wattwanderung" machen und waren dabei ziemlich überrachscht wie sich das Watt anfühlte. "Sehr unerwartet..." 😄

Zur Feier des Endes der Fastenzeit, die wir mehr oder weniger alle eingehalten haben, probierten wir die so gelobten, englischen "Cream Eggs". Außen bestehen sie aus Schokolade und innen aus Fondant. Doch das hätten wir lieber nicht machen sollen... Denn entweder war das Ei oder der Busfahrer daran Schuld, auf jeden Fall war es uns danach nicht mehr so wohl und wir hatten genug Schokolade, fürs Erste... 🙈

Abends besuchten wir eine englische Osternacht, die wirklich genau gleich ablief wie eine deutsche. Einfach alles hört sich gleich an, nur fühlt man sich ein bisschen blöd, wenn man dann nichtmal beim "Vater Unser" mitsprechen kann 😟

Am Sonntag gingen wir nach St. Fagans in das "National Museum of History". Es war ein Freilichtmuseum über das Leben, die Kultur und Architektur der Menschen in Wales früher und echt interessant. Hier ein paar Bilder:

Den Montag verbrachten wir nochmals in Cardiff, bevor es dann auch schon wieder zurück nach Brighton ging. Alles in Allem war es eine super Reise, das vorallem auch an der netten Gruppe um Anabel, Charo und Chloé lag. Dabei waren wir endlich mal gezwungen, die ganze Zeit auf englisch zu reden und es funktionierte.

Cardiff jedoch ist keine unbedingt sehenswerte Stadt, das wurde uns auch schon im Vorneherein gesagt. Deswegen nutzten wir die Stadt größtenteils als Basis und unternahmen zwei schöne und lohnenswerte Ausflüge. Auch wenn das Wetter meist sehr grau war, machten wir das Beste daraus und es waren sehr, sehr schöne Ostertage 😊